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21 Jan

Dunkelheit und Licht

Dass kleine oder auch etwas größere Kinder in der Nacht, wenn es dunkel ist Angst haben ist eine Tatsache. Auch manche Erwachsene schrecken sich vor der Dunkelheit – offenbar ist es fest in unseren Genen verankert, sich im Dunklen zu fürchten. Klar, seit der Steinzeit haben wir gelernt, dass in Höhlen der Bär lauert. Heute gibt es kaum noch Bären, die Angst ist aber immer noch da. Warum eigentlich? Warum haben Menschen immer noch das Bedürfnis die Nacht zum Tag zu machen? Unser Körper und unsere Seele brauchen in der Nacht die Dunkelheit, so wie untertags das Licht. In der Dunkelheit werden die Sinne sehr geschärft. Wer nicht gerade nachtblind ist, der wird merken, dass wir auch im Dunkeln recht gut „sehen“ können. Wir fühlen die Dunkelheit und wenn wir es zulassen, Angst und Panik beherrschen können, dann ist die Dunkelheit ein Genuss. Wir hören ALLES. Auch das, was nicht da ist. Unser Geruchsinn ist außergewöhnlich geschärft. Der Geschmacksinn eröffnet ganz neue Eindrücke – ob das der Grund ist, weshalb manche in der Nacht den Kühlschrank leer räumen ist noch nicht erforscht. Aber wir sollten wirklich wieder lernen, die Nacht zu unserer Freundin zu machen. Wir reduzieren wieder aufs Wesentliche – nämlich auf uns selbst. 

Ja und dabei hilft uns ja auch die momentan herrschende Zeit – der Jänner. Ohne viel Geschnörkel ist er einfach da und zaubert mit seinen scharfen Schneekristallen, den eisigen Winden und den klirrend – strahlenden Sonnentagen bestechend klare Landschaften. Landschaften, in denen wir auch zu uns kommen und uns ganz und gar auf unser Innerstes konzentrieren dürfen. Nichts ist mehr schummrig, mummelig, heimelig. Sogar der Jänner-Nebel glitzert kühl und es ist fast so, als ob er uns zur Ordnung rufen will. 

Was sich im Garten so tut

Was soll ich sagen, noch ist alles beim Alten. Ausser, dass es ganz schön viel Schnee hat. SCHÖN viel Schnee – gerade richtig für einen traumhaften Winter. Mir ist bewusst, dass ich nur für unsere Gegend hier schreiben kann. In anderen Alpenregionen schaut es ganz anders aus. Aber es ist natürlich alles Ansichtssache – für viele Außenstehende ist es eine „Schnee-Hölle“ und für viele Einheimische ist es ein ganz normaler Winter. Das ist alles schon da gewesen – die großen Zyklen wiederholen sich, genau so wie die mittleren, die kleineren, die kleinen….Schnee-Hölle ist ja ein interessantes Wortspiel. Hölle kommt ja anscheinend vom Wort „Hel“ oder „Holle“ – na? Klingelt´s? Das Reich der Hel war für unsere Ahnen ein nicht weg zu denkender Bestandteil unserer Welt. Erst mit der Zeit wurde das Hollenreich verdammt und mit allerhand abstrusen Gestalten bestückt. Im Märchen hat es überlebt – und dort wird auch kräftig geschüttelt, damit wir ja auch genug Schnee auf unserer Welt bekommen. 

Da bei uns rund um´s Haus ja noch nichts ist, habe ich einfach unseren abgeräumten Christbaum hinaus gestellt. Jetzt steht er da, vor dem Stubenfenster, völlig nackt. Ab und zu schmücken ihn ein paar wunderhübsche Vögelchen. Rotkehlchen, Spatzen und Meisen, machen es sich auf den dürren Ästen bequem und beobachten die Amseln, die sich am Boden um ein paar Körnchen streiten. Ein Vogelhäuschen hab ich auch aufgestellt, das ist besser wie Kino. Viel besser. Natürlich hab ich ein paar Meisenringe hergestellt, die mögen sie heuer besonders gerne. Ich hab immer das Gefühl, die Dinger aus dem Supermarkt mögen sie nicht, die sehen immer schon so ranzig aus. Ausserdem macht das Selbermachen einen Mords-Spaß, Kinder lieben das. 


Was sich sonst noch tut 

Es ist ja schon wieder ganz schön viel los bei mir. Der Terminkalender für dieses Jahr ist fast schon fertig. Ich möchte ja gerne Kräuterurlaube bei mir hier anbieten. Ich muss nur noch Wochen bzw. 3-4 Tage hintereinander finden, an denen ich sonst keinen Workshop oder eine andere Veranstaltung habe. Das ist gar nicht einfach. Aber irgendwie werd ich es schon hin bekommen. Mir schwirrt ja so viel im Kopf herum – diese Woche darf ich ein Interview für ein Magazin geben. Das Thema soll „Knospen“ sein – bin schon gespannt, was mir da so einfällt. Jedenfalls ist es eine gute Gelegenheit den Leuten zu sagen: hier bin ich wieder!!


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