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Ein langes Wochenende – fast schöner als Urlaub…
29 Mai

Was für ein Erlebnis und was für ein unglaubliches Wissen! Am Christi-Himmelfahrtstag (ganz ein spezieller Tag, auch im vorchristlichen Brauchtum) hatte ich das unbeschreibliche Vergnügen, Wolf-Dieter Storl, den bekannten Ethnobotaniker und Universalgelehrten, für 4 Stunden zu lauschen. Viel habe ich wieder gelernt über unsere lieben Heilkräuter von der Haustür bis zum Gartenzaun. Alles was wir brauchen, wächst quasi direkt vor unserer Haustür – wir brauchen uns nur zu bedienen.

Schon Maria Treben sagte, dass man im Grunde nicht mehr als 7-8 Kräuter kennen muss um gut und gesund durchs Leben zu wandeln.

Auch Wolf-Dieter Storl ist der Meinung, dass diejenigen Pflanzen, die wir gerade brauchen, zu uns kommen. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass es in einem Jahr besonders viel Gundelrebe oder Spitzwegerich in deiner Nähe gibt? Ja? Dann solltest du dir unbedingt überlegen, ob du gerade diese Pflanze benötigst.

Die Pflanzen erforschen dich!

Das klingt ja jetzt sehr abenteuerlich – aber man sagt, dass die Erde in unserer Umgebung die Menschen, die auf ihr gehen und eine besondere Beziehung zu ihr haben, quasi analysiert. Das bedeutet, wenn man viel barfuß geht oder ab und zu mal wo hin spuckt, dann nimmt die Erde und die Pflanzenwelt diese Informationen auf und reagiert entsprechend. Früher hat man seine Grundgrenzen gewissermaßen ja auch „markiert“ das „Stille Örtchen“ war nicht mitten am Hof, sondern eher am Rande. Dort wuchsen dann auch bevorzugt jene Pflanzen, die die Bewohner des Hauses benötigt haben. Das klingt jetzt zwar nicht so prickelnd, aber unsere Ausscheidungen sind für das Pflanzenvolk wertvoller Dünger. Der dann in ebenso wertvolle Wirkstoffe umgewandelt wird.

Deine Pflanze wählt dich aus

Wenn also in diesem Jahr die Brennessel sehr wuchert, dann mach sie dir zu Nutze, du brauchst sie sicher. Dein Immunsystem und deine Leber werden es dir danken. Hast du plötzlich eine Löwenzahninvasion in deinem Garten, dann kann es sein, dass du zu viel gedüngt hast. Aber es ist auch möglich, dass deine Leber, Nieren oder deine Bauchspeicheldrüse Unterstützung brauchen. Wenn auf einmal der Ackerschachtelhalm findet, dass du ihn brauchst, dann sei glücklich! Ihn kannst du hervorragend für Haut, Haare, Fingernägel, Bindegewebe, Knochenbrüche und Harnwegsinfekte nutzen! Keine Sorge – der geht so schnell nicht mehr weg, seine Wurzel kann bis zu 2 m in die Tiefe reichen.

Ich hab aber keinen Garten!

Du fragst dich jetzt vielleicht, was du tun kannst, wenn du keinen Garten besitzt. Das macht nichts. Vielleicht hast du einen Weg, den du ein paarmal in der Woche entlang gehst oder einen Park, den du öfters aufsuchst. Ein kleines Fleckchen grün genügt schon. Wenn du dich mit ihm verbindest und die Pflanzen an deinem Sein teilhaben lässt, dann werden sie es dir auf diese Weise danken.

Das war ja noch nicht alles!

Am Samstag Nachmittag zog es mich nach Igls bei Innsbruck – dort lud man zu den Tiroler Gartentagen. Was für ein Erlebnis! Da konnte man so richtig schön die Seele baumeln lassen, zwischen aussergewöhnlichen und seltenen Kräutern uns Kräuterspezialitäten flanieren und sich die ein oder andere Idee für den Garten holen. Bio-Kräuter vom Feinsten und schöne Raritäten – unter anderem konnte ich tatsächlich eine Duftgeranie ergattern – Rose of Attar. Nächstes Jahr gibt´s garantiert ein Hydrolat von ihr 🙂 Ein heisser Tipp, wenn du dort vielleicht nächstes Jahr auch hin gehen möchtest: bestücke deinen Geldbeutel gut. Nicht, dass es dort extrem teuer ist, nein, aber es gibt ja sooooooviel was das Kräuterherz begehrt.

Mit einem lachenden und einem weinendem Auge musste ich mich dann doch von den Gartentagen verabschieden – die nächste Portion Wolf-Dieter Storl wartete auf mich. Ja, du liest richtig. Dieses Mal bei den „Glücktage“ im Kufsteinerland. Genauer im Passionspielhaus in Thiersee. Es war einfach nur schön – dem wunderbaren Universalgelehrten und dieser großen Seele zu hören zu dürfen. Das Herz ging mir auf an diesem lauen Frühsommerabend – das Publikum war sehr herzlich, Wolf-Dieter Storl in Hochform und das, obwohl er am Nachmittag eine Kräuterwanderung absolvierte. Er ist eine erstaunliche Persönlichkeit mit seinen über 70 Jahren. Vieles über Glück und Glücksymbole, Glückspflanzen und noch mehr konnten wir erfahren – doch dazu mehr in einem nächsten Blog.


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