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Feuerwerk, Lostage, alte Kräuter und neues Hexenjahr
17 Okt

Mit einem Lichterfeuerwerk dem Ende entgegen

im Garten schauen nur noch ein paar vorwitzige Ringelblumenblüten heraus. Es ist, als ob sie dem Kreislauf des Lebens widerstehen wollten. Sie möchten nicht wahrhaben, dass Mutter Erde unerbittlich ist und sie zu sich unter die Erde holen wird. Das geschieht nicht still und leise – nein! Ein Blick hinaus zeigt uns, wie das Leben sich selbst feiert – selbst so kurz vor dem Übergang in die Anderswelt. Es ist das Wissen um den Neubeginn, das anstatt Trauer und Tristheit, Farben und Schönheit feiert. Gold, Gelb, Rot, Grün, Braun, Weiß, Blau – eine himmlische Harmonie die nur Mutter Natur zu zaubern vermag.

Was sich im Garten so tut

Es scheint, als ob mein Garten mir jedes Jahr auf´s Neue beweisen möchte, dass er auch im nächsten Jahr wieder für die ganzen Pflanzendevas, Elfen, Feen und Zwerge eine schöne Wirkungsstätte sein wird. Neulich habe ich eine junge Mariendistel entdeckt – nächstes Jahr ist es für sie wieder so weit. Als zweijährige Pflanze stirbt sie nach der Blüte ab und im nächsten Jahr kommen ihre Jungen nach. Erst im übernächsten Jahr blühen diese um Samen zu bilden und wieder ab zu sterben – auch hier ein immer währender Kreislauf. Die vielen Königskerzen-Kinder werden im nächsten Jahr auch blühen, bei ihnen ist es wie bei Frau Mariendistel. Ich freue mich so – mein Garten ist jedes Jahr anders. In diesem Jahr hat es auch Frau Kamille geschafft, ordentlich für Nachwuchs zu sorgen. Im nächsten Frühjahr werde ich viele Kamillenmädchen vom Hochbeet in den Garten verfrachten dürfen.

Die Baldriankinder sind auch allesamt an gute Plätze verteilt worden – wie schön!

Lostag im Oktober

Gestern war ein wichtiger Lostag – St. Gallus. Bis St. Gallus müssen alle Früchte, die im Frühjahr Samen bringen sollen, aus dem Garten in den Keller. Viele Bauernregeln drehen sich um diesen wichtigen Tag.

Oft geht es ums Wetter: 

Hedwig und St. Gall`machen das schöne Wetter all. Oder

Wenn St. Gallus Regen fällt, der Regen sich bis Weihnacht hält.

Trockenheit am St. Gallus-Tag verkündet einen trockenen Sommer.

Aber auch über die Ernte sagt der Lostag einiges:

An St. Gallens Tag muss jeder Apfel in sein Sack.

Auf St. Gallus-Tag nichts mehr draußen bleiben mag.

Und für die Tiere gilt: 

Mit St. Hedwig und St. Gall schweigt der Vögel Sang und Schall.

Auf St. Gall bleibt die Kuh im Stall.

 

In diesen Wochen habe ich auch schon begonnen, die Kräuter vom letzten Jahr, die ich nicht mehr benötige und auch schon die Stängel und unbrauchbare Blätter der neuen Ernte zu sammeln. Sie landen bei mir immer in einen Baumwollsack. Man könnte diese Kräuter noch für Bäder verwenden, aber ich bade nicht so viel und eigentlich finde ich es schöner, sie zu verbrennen. Ich gehe also zu Allerseelen hinaus in den Garten, mache ein Feuer in meiner Feuerschale und lege sie ins Feuer. Es ist ein Dank und zugleich eine Transformation. Was ich nicht benötigte, gebe ich wieder zurück – die Asche wird dann im Garten ausgestreut. Viele Kräuter sind es nicht, aber ich finde, es ist ein wunderbares Ritual – am Übergang vom Alten zum Neuen meinen Dank und meinen Respekt zu zeigen.

Was sich sonst noch tut 

Jetzt dauert es wirklich nicht mehr lange und das alte Jahr neigt sich dem Ende zu. Eigentlich ist es das Bauernjahr, viele sagen heute es ist das Hexenjahr. Es stimmt wohl beides, mit dem 1. November hat alles zu ruhen. Manche nehmen den November-Neumond als Zeit des Neubeginnes. Im Grunde ist es ja der Beginn der Ruhezeit, die bis zur Wintersonnenwende dauert. Dann kommt der fruchtbringende Lichtstrahl aus den himmlischen Sphären und befruchtet Mutter Erde. Unter der dicken Schnee- und Eisschicht beginnt das neue Leben. Aber dazu mehr zum gegebenen Zeitpunkt. Zuerst kommt Allerheiligen und Allerseelen – die Ahnen werden geehrt, beschenkt, bewirtet. Früher wurden sie eingeladen, man streute Mehl vom Grab zum Haus, damit sie auch ja zu ihrer Familie finden würden. Man deckte ein extra Gedeck oder stellte gutes Essen in die Stube. Mancherorts durfte nach dem Einbruch der Dunkelheit kein lebender mehr in die Stube hinein und andernorts wurde orakelt und geweissagt. Der Rat der Ahnen war sehr wichtig und wertvoll. Wir sollten heute wieder mehr auf die Gräber gehen und vielleicht stellen wir am Allerheiligen-Abend eine Schale Milch und ein Stück Kuchen in die Stube – wen stört´s? Wer einen Hof-Holunder hat, der kann die Gaben auch dort hin stellen.

 

Noch was:

Seit Neuem bin ich ganz offiziell Feeling-Vertriebspartner. Wer also hochwertige, naturreine ätherische Öle, Ölmischungen oder Kosmetikgrundlagen kaufen möchte, kann sich gerne an mich wenden. Die ätherischen Öle von Feeling werden von kompetenten Energetikern empfohlen 🙂 Feeling ist eine österreichische Firma und ich freue mich sehr, über die Zusammenarbeit.

 

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