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Hollawind – Jetzt geht´s dahin
12 Mrz

Siehst du mich…?

Die Temperaturen lassen es schon vermuten: der Frühling kommt! Es dauert nicht mehr lange, dann wird das erste Grün sichtbar. Ja, es ist die Zeit des Sichtbarwerdens. Alles was seit der Mutternacht im Schoß von Mutter Erde schlummern durfte, kommt jetzt sehr kraftvoll ans Licht. Das können Ideen, Pläne, Vorstellungen aber auch bestimmte Vorhaben sein. Oder eben unsere lieben Pflanzenfreunde. Auch wenn Frau Holle ab und zu noch drüber zuckert, in 2-3 Wochen wird der Schnee weg sein und es wird zum Vorschein kommen, was den Winter über unter der Erde schlummern durfte. Bei mir ist in letzter Zeit auch etwas zum Vorschein gekommen. So hat sich im letzten Jahr eine gewisse Lässigkeit eingeschlichen, was meine Workshops angeht. Die Anmelde-Moral meiner Teilnehmerinnen war lässig, meine Koordination war lässig – es war einfach alles mehr als locker. Und ich merkte, wie mir das an die Substanz ging. Es passte irgendetwas nicht. Es fehlte eine gute Linie, mit welcher ich meine Grenzen wahren konnte, ohne irgendwie „streng“ zu wirken. Letzte Woche kam es also zum Vorschein,  was ich über den Winter ausgebrütet habe. Ich habe beschlossen, eine für mich und auch für meine Teilnehmerinnen stimmige Vorgehensweise zu zu entwickeln. Ich habe gemerkt, dass es sehr kräfteraubend ist, wenn ein oder zwei Tage vor dem Seminar eine oder mehrere beschließen, dass sie sich doch anmelden möchten oder eben abmelden – aus welchen Gründen auch immer. Einen Workshop vor zu bereiten ist eine Menge Arbeit. Es gilt Zutaten zu besorgen, Skripten in der richtigen Menge zu drucken, den passenden Ort zu finden und vieles mehr. Das ist vielen nicht bewusst, das ist auch normal. Nicht jeder ist mit dem Organisieren und Veranstalten von Seminaren oder Workshops vertraut. Aber jeder kann Wertschätzung und Respekt mir gegenüber und gegenüber meiner Arbeit erweisen. Ich liebe diese Arbeit, mit den Menschen, den Kräutern und dem ganzen Drum und Dran. Um dieses „Drum und Dran“ etwas mehr ins Bewusstsein zu rücken, werde ich meine Gedanken und Pläne umsetzen. Ich halte euch jedenfalls auf dem Laufenden. 

Was im Garten so los ist

Neulich bekam ich eine Nachricht: Sonja, irgendwie gibt es in diesem Jahr keine Knospen – Mutter Natur lässt sich ganz schön Zeit oder? Ja das möchte man meinen. Aber die Knospen werden von den Bäumen schon im Sommer bzw. Herbst angelegt. Sie schlummern dann auf ihrer Mutter und werden im Frühling von der Sonne wach geküsst. Manchmal dauert das Wachküssen etwas länger, manchmal ist es sehr früh. Kein Jahr ist gleich, aber die Knospen schlafen immer schon seit dem Vorjahr auf den Bäumen. Die richtige Sammelzeit ist meistens der März und April, wenn die Knospen schon etwas gewachsen sind. Wer es leicht abwarten kann, der sammelt sie, wenn sie kurz vor dem Aufblühen sind. Das erfordert, wie gesagt, etwas Geduld, aber es lohnt sich allemal. Man braucht dann nicht so viele, weil sie ja schon größer sind und auch die Wirkstoffe sind etwas intensiver. Ich würde sagen, dass man bei uns schon langsam ans Werk gehen kann, diese oder nächste Woche. Nur keine Eile! 

Welche Kräutlein finde ich schon?

An sonnenbeschienenen Südhängen findest du jetzt schon den Huflattich. Ganz klein ist er noch und versteckt. Aber in 2-3 Tagen kann man die Blüten schon sammeln. Bitte niemals alle Pflanzen an einem Standort nehmen! Die Bienen brauchen die ersten Frühlingsblüher dringender als wir! Huflattich ist ja – so wie Beinwell – seit einigen Jahren sehr verschrien. Das kommt von den Pyrolizidinalkaloiden, die in hohen Dosen die Leber schädigen können. Diese Dosen sind jedoch so hoch, dass es nahezu unmöglich ist, sie an einem Tag zu sich zu nehmen. Noch dazu haben die Pflanzen in den ersten 3 Wochen ihres Daseins noch gar keine Zeit gehabt, sich mit diesen Alkaloiden an zu reichern. Jedenfalls ist Huflattich gut bei Husten, er wirkt schleimlösend und hustenreizlindernd.  Gestern habe ich auch schon das erste Gänseblümchen gesehen! Auch Gänseblümchen helfen bei Husten. Aber sie sind allgemein sehr gesund. Man kann sie gut in den täglichen Speiseplan einbauen – über den Salat ein paar Köpfchen oder auf´s Butterbrot, auch im Haustee macht es sich wunderbar. Es ist ja unverwundbar – kaum hat man mit dem Rasenmäher drüber gemäht, steht es auch schon wieder auf. Man sagt zum Gänseblümchen „Arnika der Gebärmutter“. In Salben verarbeitet oder als Sitzbad hilft es bei Verletzungen im weiblichen Schoß. Das Gänseblümchen ist aber auch Wegesrandapotheke: wenn man einen kleinen Schnitt oder eine Abschürfung hat, zerkaut oder zerreibt man die Pflanze und legt sie auf. Sie wirkt blutstillend und entzündungshemmend.

Die Hasel- verstärkt die Wirkung anderer Gemmomazerate!

Und weiter geht´s im Reigen der frühlingshaften Knospen. Dieses Mal schauen wir uns die Hasel etwas genauer an. Über die männlichen Blüten und ihre großartige Wirkung bei Fieber und Erkältung habe ich ja bereits geschrieben. 

Die Knospen kann man jetzt sammeln und ansetzen. Die Hasel-Gemmo hat ein breites Wirkspektrum. So reguliert sie den Eiweiß- und Fettstoffwechsel, auch auf die Blutgerinnung wirkt sie ausgleichend. Sie unterstützt den Körper bei chronischen Lungenerkrankungen und beruhigt die Nerven. Sie soll bei Restless-Legs-Syndrom helfen und vorbeugend bei Thrombose und Arteriosklerose wirken. Sie mildert auch die Folgen von Elektrosmog. Allgemein verstärkt sie die Wirkung anderer Knospenmittel.

In den nächsten Knospen-Workshops könnt ihr mehr über die Möglichkeiten und Geheimnisse der Baumknospen erfahren:

Samstag, 17. März, 14.00 Uhr Neustift im Stubaital

Montag, 26. März, 19.00 Uhr Hall (Anmeldung Verein der Obst- und Gartenbauvereine Tirols)

Donnerstag, 5. April, 18.30 Uhr Schönberg im Stubaital (Anmeldung Erwachsenenschule)

Ich freu mich schon!

Neues Angebot

Seifensieden und die Kräuterstunde! Ich freu mich auf DICH!

Am Dienstag, den 15. März findet wieder ein „Hexenküchen-Abend“ statt. Dieser Teil ist für jene gedacht, denen Salben und Cremen zu wenig sind, sich aber noch nicht weiter gewagt haben. Wir stellen wunderbare Naturkosmetik mit einfachen Mitteln und ohne viel Schnick-Schnack her. Wer diesen Workshop besucht hat, wagt sich auch an kompliziertere Rezepturen und kann abschätzen, ob ein Rezept aus einem Buch oder dem Internet etwas taugt oder nicht.

Programm im März

Dienstag, 13.3. um 18.30 Uhr Start der Ausbildung zur Kräuterfrau an der VHS Wattens 

Donnerstag, 15.3. um 18.00 Uhr Salbenküche Teil III – Naturkosmetik von Kopf bis Fuß

Freitag, 16.3. um 14.00 Uhr KinderKräuterTreff

Samstag, 17.3. um 14.00 Uhr Knospenworkshop in Neustift

Freitag und Samstag, 23.-24.3. Ostermarkt in Hall jeweils ab 9.00 Uhr

Montag, 26.3. Knospenworkshop in Hall

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