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Lostage, Reinigung, Neubeginn und so weiter :-)
10 Feb

Lostage wohin man schaut

Schon wenn er beginnt, macht der Feber klar, dass er in Sachen Wetter und Ernte einiges zu sagen hat. Mit sage und schreibe 15 (!) Lostagen wartet uns der Monat mit nicht einmal 30 Tagen auf. Einig waren sich jene, die die Natur beobachtet haben und schlussendlich auch die Bauernregeln aufschrieben, dass gerade zu Beginn das Wetter winterlich sein soll, damit der Frühling bald komme und dass die Ernte dann im weiteren Jahresverlauf gut ausfallen werde. Und hier kommen dann die tatsächlichen Begebenheiten ins Spiel. Der Lichtmesstag („Ist´s an Lichtmess hell und rein, wird´s ein langer Winter sein.“) war bei uns in der Früh und am Vormittag trüb und klarte dann auf. Auch der Agathentag am 5. gibt sich nicht ganz eindeutig: „Ist Agathe klar und hell kommt der Frühling nicht so schnell.“ Als ich so aus dem Fenster schaute, war der Himmel wolkig, nicht richtig klar, aber halt auch nicht trüb. So ist das mit den Lostagen – es bleibt spannend!

Was im Garten so los ist

Seit Lichtmess ist es ja endlich so weit: wir dürfen wieder nach Herzenslust sammeln was sprießt! Das Tabu, Wildpflanzen zu sammeln, das seit Allerheiligen herrscht, gilt nun nicht mehr. Was soll man jetzt denn groß sammeln, wirst du dich fragen. Überall noch Schnee oder braun….

Aber Mutter Natur schenkt uns auch jetzt schon ihre kostbaren Schätze! Überall werden die Knospen schon größer und praller. Ein bisschen Zeit haben wir ja noch, ab März geht´s dann so richtig los. Derweil können wir schon die ersten Blüten sammeln. Ja, du liest richtig. Frau Hasel hängt ihre männlichen Blüten in die Sonne. Was ihr mit den Haselblüten anfangen könnt, lest ihr hier im Kräuterbrief, weiter unten 🙂

Die närrische Zeit?

Viel ist ja nicht mehr übrig geblieben von der „närrischen“ Zeit. Der Unsinnige Donnerstag, Rosenmontag und Faschingsdienstag – das war´s auch schon. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann erinnere ich mich an Faschingsumzüge und als ich etwas älter wurde, gab es in unserem Ort wunderbare Faschingsbälle. Leider gibt es heute weder das eine noch das andere. Weshalb das so ist? Ich denke, die Menschen sind weniger gesellig und das Wissen um die ganze Gaudi ist einfach in Vergessenheit geraten.

Schade eigentlich, die Übergangszeit zwischen Winter und Frühling war für unsere Ahnen extrem wichtig. Warum verkleiden wir uns überhaupt? Die Faschingszeit hatte ja ursprünglich nicht nur die Aufgabe, den Winter zu vertreiben. Es ging um viel mehr. Es ging darum ausgelassen zu sein, einmal im Jahr konnten die Menschen wer anderer sein. Allerlei Schabernack wurde getrieben und viele überlieferte Bräuche zeigten den Wahren Grund: die Fruchtbarkeit der Natur soll wieder angeregt werden. Die Menschen wurden für kurze Zeit Naturgeister, behängten sich mit Baumflechten, Moos und anderen Naturmaterialien und wollten so die Naturgeister aufwecken.

Der Kirche gefiel dieses närrische Treiben natürlich überhaupt nicht und völlig entgegen der Natur wurde ein strenges Fastengebot erlassen. Gerade jetzt, wo es endlich wieder wärmer wird, das erste Grün seine Spitzen aus dem Schnee streckt, sollten wir enthaltsam sein? Eine gewisse Enthaltsamkeit war ja naturgegeben – die Vorräte des letzten Sommers und Herbstes waren praktisch aufgebraucht. Da musste man nicht noch mehr fasten als es die Umstände erforderten. Heute ist das natürlich anders. Alles ist im Überfluss vorhanden, wir kennen keine Knappheit. Dafür sollten wir dankbar sein, aber wir sollten über die Fülle hinaus den natürlichen Rhythmus nicht völlig vergessen.

Viele fangen jetzt an zu Entschlacken, damit der Stoffwechsel des Körpers angekurbelt wird. Ich war auch lange Zeit der Meinung, dies sei gut, gesund und notwendig. Erst in letzter Zeit bekam ich einen Denkanstoß, der mir nachvollziehbar erscheint: Ein gesunder, vitaler Körper braucht keine Entschlackung. Die Ausscheidungsmechanismen eines gesunden Körpers benötigen keine Unterstützung durch Fasten, massives Ausscheiden und andere Maßnahmen. Im Gegenteil, Einläufe und Nahrungsentzug über mehrere Tage oder gar Wochen können das sensible Gleichgewicht unseres Organismus ziemlich durcheinander bringen und sogar Schäden verursachen.

Warum viele aber trotzdem Fasten und sich sehr gut dabei fühlen, ist leicht erklärt: der Körper schüttet Glückshormone aus, damit der Stress, der Nahrungsmangel verursacht quasi überdeckt wird.

Fasten kannte man aber schon immer. Besonders Schamanen und Heiler fasten vor einer Heilsitzung um so ihren Geist auf das Wesentliche zu lenken. Diese Methode wurde aber stets von bestimmten Stammesmitgliedern ausgeübt, niemals von allen.

…und was ist mit meinen müden Stoffwechsel?

Wenn man nicht ständig alles Verfügbare in sich hinein stopft, sondern mehr mit dem Rhythmus der Natur lebt, dann wird der Stoffwechsel stets aufs beste funktionieren. Im Frühling frisches Grün, kräftigende Wurzeln. Im Sommer ist sowieso Überfluss vorhanden, Früchte – gerne auch Wildfrüchte -, Gemüse, Blätter, Kräuter, Blüten usw. Der Herbst beschenkt uns ebenfalls mit Früchten, aber auch Nüsse, Kräuter und besonders auch wieder Wurzeln dürfen genossen werden. Im Winter gibt es Wintergemüse wie Kraut, Wurzelgemüse, Dörrobst und vieles mehr. Bananen, Orangen, Erdbeeren oder Himbeeren im Winter kommen in dieser Aufzählung nicht vor. Diese und viele andere „frische“ Ware ist gänzlich gegen unsere Natur und schwächt den Organismus. Woher man dann die ganzen notwendigen Vitamine bekommt? Die Speicher werden von Frühling bis Herbst gefüllt. Weißkraut hat zum Beispiel um ein Vielfaches mehr Vitamin C als Orangen – noch dazu ist es für unseren Körper leichter verfügbar. Nüsse haben neben Vitaminen auch noch wichtige Spurenelemente. Eine ausgewogene Ernährung ist mit unseren heimischen Lebensmittel durch das ganze Jahr hindurch möglich. Wir sollten nur der Natur folgen – die „Stoffe“, die sie uns zur Verfügung stellt, wechseln ja ständig!

Sauber und rein im Feber

Der Feber ist nicht nur der Monat des Neuanfangs. Es ist auch die Zeit der Reinigung. Sowohl innerlich als auch äußerlich. Viel klares Wasser trinken und vielleicht auch die ein oder andere Meditation helfen, die Klarheit der Zeit zu verinnerlichen. Aber auch im Außen kann gereinigt werden. Es ist eine gute Zeit dafür. Eine feine Räucherung für Haus und Hof, einmal mit dem Besen vor der eigenen Haustür kehren….den ganzen Dreck, der sich über die dunklen Monate angesammelt hinausschmeissen. Was für eine Wohltat.

Auch unseren Körper können wir mit sanfter Naturkosmetik und mit selbst gemachten Seifen verwöhnen. Du weisst nicht, wie man eine Seife selber herstellen kann, wolltest es aber immer schon mal wissen? Schau einfach auf meiner Homepage vorbei, dort biete ich einen Workshop an, bei dem du dieses alte Handwerk erlernen kannst 🙂 

 

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