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Tag Archives: Kräuterblog Kräuter Blog Gedanken Aktuell

23 Mrz

Vorgestern hat also ganz offiziell der Frühling begonnen. Für mich Anlass genug, mir Gedanken darüber zu machen, was ich in diesem Jahr neu anfangen möchte. Möchte ich überhaupt etwas Neues anfangen? Ist es denn unbedingt notwendig, immer und ständig etwas Neues, Besseres, Größeres oder einfach etwas anderes zu machen? Ist es nicht genug, wenn sich die Umwelt ständig verändert und hat man nicht genug zu tun, sich dem zu öffnen? Sich dem hin zu geben? Ist das zu passiv? Was ist ZU passiv? Ist passiv sein Stillstand? Wenn ja – was ist so schlimm an einem Stillstand? Stillstand ist doch die beste Gelegenheit sich zu sammeln und zu sortieren. Für den besseren Überblick oder so. Und wenn es nur ein Augenblick ist, der Augenblick in dem der Schöpfungsfunke springt.

Um mich mal kurz zu erklären: Ich befinde mich seit ungefähr einem Jahr in einer Stimmung in der ich alles hinterfrage. Muss ich dies tun, muss ich das tun? Warum sollte ich das tun? Brauche ich einen Überblick? Ist es besser sich dem Chaos hin zu geben? Ist nicht das echte Leben Chaos? Im Chaos gebiert sich das Leben neu – Schöpfungsfunke… Und doch – es hat alles seine Ordnung. Sogar das Chaos. Also beschließe ich zu vertrauen. Mir selbst und…und…und ja, dem Göttlichen. Es hat schon alles seine Richtigkeit und seinen Sinn. Für mich im Kleinen aber auch in der großen, weiten Welt. Darauf vertraue ich. Genau so, wie ich darauf vertraue, dass jedes Jahr im Frühjahr das wohl geordnete Chaos im Tier- und Pflanzenreich ausbricht. Was für ein Gewusel, Gezwitscher, Gesumm und was für ein Streben dem Licht und der Sonne entgegen! Man kann dem Gras buchstäblich beim Grünwerden zuschauen. Letzte Woche waren die Weidenkätzchen noch fast verkapselt. Heute sind sie schon richtig groß und manche sind sogar schon beim Verblühen. Die Bienen haben viel zu tun und das ist gut so! Sogar den ersten Zitronenfalter habe ich diese Woche schon gesehen. Was für eine Freude dieses ordentliche Chaos doch ist!

Die ersten Gänseblümchen, Spitzwegerich, etwas Scharbockskraut und sogar ein paar vorwitzige Gundelrebenblättchen habe ich entdeckt. Die Zutaten für einen Wildkräutersalat warten schon. Auf ins Gemüse!

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Blog oder nicht-Blog?
16 Mrz

Ja. Nun ist es so weit und es stellt sich auch mir die Frage, ob ein sogenannter „Blog“ auf meiner Kräuterweise-Seite sinnvoll ist. Wie kommt´s? Im April erscheint ein Artikel über die Kräuterweise im „Der Stubaier“ Magazin. Der Redakteur hat eher so nebenbei einfließen lassen, wieso ich eigentlich keinen Blog habe. Wo doch alle einen haben. Ganz spontan antwortete ich, dass ich nicht so viel zu sagen hätte und ich nicht wüsste, wen es interessieren könnte, wenn ich nun – neben den x-tausend anderen – anfange, über Jahreskreisfeste, Kräuterkrimskrams und halt so Sachen zu plaudern.

Dann fragte ich mich: was ist ein Blog eigentlich genau? Ist es wirklich so, dass man einfach seine Gedanken über ein bestimmtes Thema in die weiten Welten des Internet schickt? Vielleicht liest diese gedanklichen Ergüsse ja irgendwer. Irgendwann. Dann fand ich es spannend. Hätte ich wirklich so wenig Interessantes zu sagen? Wie viele Kräuter-Blogs gibt es eigentlich? Blogs sind ja eigentlich nichts anderes als Selbstgespräche (Hoagascht mit sich) in einer gewissen digitalen Öffentlichkeit. Kenn ich 😉 das mach ich im „echten“ Leben auch. Mir hören zwar fast immer nur Kräutlein, Bäume und Sträucher zu, aber he, DAS sind richtig dankbare Zuhörer. Kann der Sprung vom Zuhörer zum Leser gelingen? Ich glaub, ich wag es. Einmal in der Woche – vorerst – werde ich nun meine Gedanken in das weite Netz schicken. Vielleicht liest sie ja tatsächlich irgendwer. Irgendwann. Und wenn mir wer antwortet freu ich mich wie a Schnitzl….

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