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Was uns der Jänner schenkt
11 Jan

Kristallklar und bitterkalt – so stellen wir uns den Jänner eigentlich vor. Und so ist auch meistens die Energiequalität in dieser Phase des Jahres – klar strukturiert und eisig. Dieses Mal ist anscheinend alles anders. Frau Sahara beglückt uns mit einem samtig-dunklen Schleier aus Wüstenstaub und unser lieber Südwind – der warme Föhn – tut sein Bestes um aus Schnee Wasser zu machen. Wenn ich hinaus schaue, dann ist eher Dezember-Stimmung. Alles mollig, schummrig, auflösend anstatt klirrend, glitzernd, starr und strukturiert. 

Ja, der Jänner ist besonders. Seinen heutigen Namen hat er anscheinend vom römischen Gott Janus – der Doppelgesichtige, der in zwei Welten schaut. So wie die Percht – sie ist auch eine Grenzgängerin, sie vermag in mehrere Welten zu schauen. Sie hat zwei Gesichter: ein mildes und ein strenges. Sie hatte ihre Hoch-Zeit. Um den 5.-6. Jänner war die letzte Raunacht, die Perchtnacht. Sie ist mit ihrer Wilden Jagd vorbei gezogen, wieder in ihr Reich verschwunden. Nun dürfen wir sehen, was sie uns hinterlassen hat und uns übers Jahr mit ihren Aufgaben beschäftigen. 

Was sich im Garten so tut

Man sagt, je kälter der Jänner ist, desto weniger „Schädlinge“ wird es im Sommer geben. Das klingt einleuchtend, denn je weiter es in den Boden friert, desto mehr Larven sterben ab. Allerdings ist die Natur nicht so einfach gestrickt, sie hat vor gesorgt – so leicht erfriert man im Boden nicht. Erst recht nicht, wenn man eine Larve ist. Damit die gierigen Fresser nicht überhand nehmen im Frühling und im Sommer, ist es wohl gescheiter sich nicht ausschließlich auf den Frost zu verlassen. Viel zielführender ist es, sich ihre Fressfeinde in den Garten zu holen und dazu gehören halt unter anderem auch unsere lieben Vögel. Amsel, Spatzen, Finken, Meisen und all die – leider sehr selten gewordenen – anderen. Viele Futterstationen mit natürlichem Schweinefett, Nüssen, Samen und Wildfrüchten helfen ihnen über die kalte Jahreszeit und wo es im Winter was G´schmackiges gibt, da bleibt man auch im Sommer gerne. Damit es auch für uns im Sommer wieder G´schmackiges und G´sundes gibt, sollten wir uns langsam überlegen, was wir alles säen und setzen möchten. Wer hat sich bereits in meinem Garten oder Balkon eingefunden und ist mehrjährig? Welche Kräuter würde ich noch gerne einladen? etzt macht es besonders viel Spaß, bei einer guten Tasse Tee in den Katalogen zu stöbern.   

Ice Ice Baby!

Ich finde ja, dass die alten Namen wie Hartung, Hartmond, Eismond, Wolfsmond oder schlicht Wintermond viel treffender sind. Sie beschreiben den tatsächlichen Zustand der Natur. Harter Schnee, eisige Kälte und die Wölfe trauten sich vor lauter Hunger viel näher an die Menschen heran. Der Eismond bietet uns oft wundervolle Winterlandschaften mit großen Eiskristallen auf der Schneedecke. Kristall-gewordene kosmische Energie könnte man sagen. In kalten, klaren Jännernächten stellen sich die Schneekristalle auf und sind Mini-Antennen, die Informationen und Energien aus dem Kosmos und der Atmosphäre einfangen. Diese Kristalle kann man in einer schönen Kristallglasschüssel sammeln und schmelzen lassen. Das gewonnene Wasser ist ein wahres Zauberelixier! Man kann es in Aurasprays oder in Hautpflegeprodukten weiter verwenden. Die Essenz bringt Klarheit, strukturiert und kühlt. Ein großartiges Geschenk, das ganz leicht eingesammelt werden kann. Natürlich solltest du die Kristalle weit abseits von viel befahrenen Straßen und stark frequentierten Gehwegen sammeln. Übrigens haben auch die frisch herabfallenden Schneeflocken eine ähnliche Wirkung, sie kommen ohne „Zwischenstopp“ direkt in dein Auffanggefäß. 

Knospen-Zeit

Die Knospen sind ja meist schon seit dem Sommer/Herbst auf den Bäumen und Sträuchern. Aber durch die Blätter sind sie noch ganz versteckt. Jetzt im Jänner sieht man sie aber besonders gut. Über die Knospe kann man jeden Baum oder Strauch erkennen. Der große Eschenbaum hat zum Beispiel recht große, schwarze Knospen. Sie sehen aus, wie kleine samtig-dunkle Rehfüßchen. Oft sind sie zu dritt angeordnet. Vom Roten Holunder die Knospen sehen aus wie kleine Hopfenzapfen, wenn sie etwas größer sind, sind sie eine saftige Nascherei. Naschen kann man auch von den Ebereschen oder Vogelbeer-Knospen, aufgrund der enthaltenen Blausäure schmecken sie nach Marzipan. Keine Sorge – die Mengen an Blausäure sind so gering, dass der Genuss von 3-4 Knospen völlig ungefährlich ist. Die Holunderknospen sehen aus, wie kleine, gekrümmte Hexen-Zeigefinger und jene der Schwarzen Johannisbeere haben jetzt schon den typischen Cassis-Geschmack.

Manche Kräuterkundige sind der Ansicht, dass die Knospen bereits ab Herbst-Winter gesammelt werden sollten, da die harzige Schutzhülle noch vorhanden ist. Ich denke aber, dass die Vitalstoffe erst später so richtig konzentriert vorhanden sind. Sie nehmen in dem Ausmaß zu, in dem die Säfte wieder anfangen zu fließen. Meiner Ansicht nach sind die Knospen kurz vor dem Austreiben bzw. im Moment des Austreibens gerade richtig um die unglaublich wirkungsvollen und kostbaren Gemmo-Auszüge her zu stellen. Die Harzschicht ist auch im Feber oder März noch vorhanden.  In meinen Workshops erfährst du, wofür die Gemmopräparate verwendet werden können, wie sie hergestellt werden und natürlich noch vieles mehr.

Gästebuch

Vielleicht habt ihr es schon entdeckt – auf meiner Homepage gibt es jetzt im Hauptmenü einen Button „Gästebuch“! Ich freue mich über jeden Eintrag….


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