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Zeit des Rückzuges
05 Nov

In diesen Tagen ziehen sich die Pflanzenwesen zurück. Sie steigen hinab in das Reich der Holle. Auch die Tiere werden merklich ruhiger. Wer in den letzten Tagen noch nach Wurzeln gegraben hat, hat vermutlich den ein oder anderen Regenwurm entdeckt und in seinem Schlaf gestört. Schnell wieder genug Erde drauf, damit er im nächsten Jahr wieder seine wertvolle Tätigkeit wieder aufnehmen kann!

Die Vögel singen nicht mehr, sie versammeln sich schon um die Vogelhäuschen und warten auf die guten, fetten Samen. Sie sind wichtige Nahrungsquelle, vor allem, weil sich die gefiederten Freunde schon daran gewöhnt haben. In Gegenden, wo nicht gefüttert wird, holen sie sich Hagebutten, Schlehen, Weissdornfrüchte, Berberitzen und was sie sonst noch finden. Diese wertvollen Wildhecken sind bei uns leider sehr selten geworden, deshalb sind die Vögel manchmal auf unsere Gaben angewiesen. 

Auch wir werden ruhig. Sortieren unsere Gedanken, blicken zurück, auf ein gutes Jahr voller Geschenke unserer Mutter Natur. Jetzt dürfen wir genießen und uns verwöhnen. 

Was sich im Garten so tut

Im Garten Sammeln die Vögel die verbliebenen Samen. Deshalb lasse ich immer Sonnenblumen, Ringelblumen, Lein, Borretsch und so weiter stehen. Die Gefiederten brauchen sie notwendig – und wir brauchen sie!

Man ist, was man isst

Im gut gefüllten Keller reihen sich die Marmeladengläser, die Einmachgläser voller Gemüse und Obst fein säuberlich auf den Regalen aneinander. Die Kartoffeln und die Krautköpfe liegen einträchtig in Kisten gelagert. Da und dort hängt ein Zwiebelzopf und die getrockneten Früchte baumeln in Leinensäcken daneben. Auch die Kühltruhen sind voll und der Speiseplan sehr abwechslungsreich. Wir haben wirklich viel Glück – entweder wir haben einen eigenen Garten, oder wir pachten irgendwo ein Stück Erde und können es selbst bewirtschaften. Natürlich kann man bei uns auch bei den Bauern hervorragende, gesunde Lebensmittel kaufen. Es gibt Gegenden, da ist das bei weitem nicht so einfach. Dort sind die Menschen darauf angewiesen, das zu essen und zu kaufen, was es in den „Lebensmittel“geschäften zu kaufen gibt. Die Qualität und die Nahrhaftigkeit ist dann eher zweifelhaft. Große „Lebensmittelkonzerne“ haben sich die armen Menschen in Südamerika und Afrika vorgeknöpft. In den Armenvierteln entdeckten sie ein riesiges Potenzial, wie sie ihren Mist an den Mann bzw. an die Frau bringen können. In billigen Kleinstpackungen vergiften sie die Frauen, Männer und Kinder mit ekelhaften Suppenwürfelzeug und dergleichen mehr. Die Menschen können dort nicht mehr als ca. 1.- für Lebensmittel am Tag ausgeben und diese Packungen kosten zwischen 12 und 30 Cent – billig auf den ersten Blick. Aber genau so wie bei uns, sind diese Mini-Packungen in Wirklichkeit sauteuer.

Auch bei uns ist es fast unvorstellbar, nicht in ein Geschäft zu gehen und dort seine Nahrung zu kaufen. Aber selbst Gezogenes – und sei es nur auf dem Balkon – ist ein Genuss, der schon fast in Vergessenheit geraten ist, weil alle Tomaten, Salate, Kartoffel usw. so ziemlich gleich schmecken. Natürlich hat man die Wahl zwischen verschiedenen Qualitäten – zum Beispiel konventionell oder bio oder gar „Fair Trade“, aber selbst da bin ich oft skeptisch, ob die vielen Siegel halten, was sie versprechen. So kaufe ich das meiste Gemüse, das ich nicht selbst habe, beim Bauernmarkt. Einiges friere ich ein und vieles Trockne ich – wozu? Im November-Tipp (nur für Kräuterbrief-Abonnenten) steht´s! 

Räucherzeit

Seit einiger Zeit ist Räuchern wieder sehr gefragt. Viele Angebote – sowohl von Räuchermaterial als auch Räuchervorträge, Workshops und Seminare – möchten einem das Räuchern näher bringen. Hier gilt es die Spreu vom Weizen zu trennen. Wenn jemand ein Seminar anbietet und dann nur Produkte einer bestimmten Firma anpreist, so sollte man schon kritisch sein. Viele dieser Veranstaltungen dienen nur dazu, zum Kauf an zu regen. Wenn man erst anfängt zu Räuchern sollte man sich mit der Materie in Ruhe befassen. Man braucht nicht viel. Für die ersten paar Räucherversuche genügt ein feuerfestes Schüsselchen, etwas Sand vom Bach (NEIN, es muss kein steriler, feinst gesiebter, weißer oder schwarzer Sand um 5.- das Beutelchen sein!), ein Stück Kohle – hier geht auch Kohle aus dem Herd, allerdings ist die selten in der passenden Größe. Also kann man die ruhig kaufen. In diesen Kohletabs ist meistens Salpeter als Brennhilfe gemischt – wenn man 1-2x am Tag so eine Kohle abbrennt, liegt der Schadstoffausstoß durchaus in Grenzen. Möchte man öfters räuchern, so empfiehlt es sich auf andere Produkte aus zu weichen. 

Räuchern kann man ja das ganze Jahr über. Aber gerade jetzt, in der Ahnenzeit bietet es sich an, sich etwas intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Nicht nur der Kontakt zu den Ahnen geht über das Verräuchern verschiedenster Räucherstoffe relativ einfach herzustellen, man kann auch einen Dank für das vergangene Jahr Richtung Himmel schicken. 

Das Räuchern oder vielmehr einzelne heimische Räucherpflanzen haben neben den bekannten Eigenschaften wie reinigend, klärend, segnend usw. auch noch andere Ebenen, auf denen sie wirken. 

So können bestimmte Pflanzen eingesetzt werden, wenn zum Beispiel immer wieder die selben Themen in einer Familie auftauchen. Zum Beispiel, wenn in einer Generation immer ein Kind das „schwarze Schaf“ ist, oder wenn vermehrt Selbstmorde auftreten. Man kann auch Räuchern, wenn eine Kuh im Stall ständig verkalbt, oder wenn ein Kind plötzlich ein auffälliges Verhalten aufweist. 

Auch bei einzelnen Personen kann geräuchert werden, wenn gespannte Verhältnisse zu den Eltern, Geschwistern, Vorgesetzten usw. herrschen. Es gibt eine sehr breite Palette an Einsatzgebieten und viele können mit heimischen Pflanzen oder Harzen abgedeckt werden – aber das Systemische Räuchern (nach Marlis Bader und Atita Hammes) geht noch viel weiter – hier werden sogar homöopathische Mittel in sehr hohen Potenzen extrem wirksam verräuchert. Oft braucht es nur eine einzige Gabe und die Energien werden gelöst, der Lebensfluss fließt wieder in seinen vorgesehenen Bahnen. 

Heimisches Räucherwerk

Viele kennen das Räuchern aus der Kirche oder vom „Rachn gehn“ zu Weihnachten, Silvester und Hl. Drei Könige. Hier fällt jedem fast sofort Weihrauch ein. Auch Myrrhe ist vielen noch geläufig, aber dann ist auch schon bald fertig mit den Räucher-Weisheiten. Einige wissen noch, dass Salbei und Lavendel reinigend wirken sollen. Aber es gibt noch so viel mehr Pflanzen und Harze die direkt vor unserer Haustür wachsen und die wir für alle möglichen Lebenslagen verräuchern können. So ist der Wacholder eine gute Pflanze um Krankenzimmer aus zu räuchern, mit ihm kann man aber auch sehr gut mit den Ahnen in Kontakt treten. Fichtenpech zum Beispiel lässt längst verschüttete Emotionen an die Oberfläche kommen – wenn diese bereit zur Lösung sind. Der wunderbare Herr Alant hilft unserem Knochengerüst und besonders der Wirbelsäule, sein Rauch richtet uns auf und lässt uns wieder aufrecht durch das Leben gehen. So gibt es noch viele mehr, die weit mehr Fähigkeiten haben, als wir von der Kräuterkunde her kennen. 

Neugierig geworden? In meinen Räucherseminaren erfährst du mehr über die verschiedenen Wirkungsebenen und die Einsatzgebiete unserer lieben Pflanzenhelfer. 


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