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  • Sonja Tanzer

Die 12 Rauhnächte - der zweite Teil

Wenn ich diese Zeilen geschrieben habe, dann hat das Sonnenjahr das Mondjahr wieder eingeholt und sie sind nun beide gleichauf. Für ein paar Wochen. Die magische Zeit geht ihrem Ende zu und die Schleier zur Anderswelt werden wieder dichter. Die Tage sind schon spürbar länger. Ein alter Spruch beschreibt, wie die Menschen das wachsende Licht in alten Zeiten wahrgenommen haben:


Zu Weihnachten an Mucknschritt

zu Neujahr an Hahnentritt,

zu Heilig Drei Könige an Hirschnsprung und zu

Liachtmess a ganze Stund.



Inhaltsverzeichnis

01 Zum Abschluss der Zwölften

02 Gnadenlose Auswahl?

03 Räuchern und Orakeln - die letzten 6 Nächte im Reigen der Zwölf

04 Das Ende der Rauhnächte

05 Wenn du jetzt denkst...

06 Du siehst



Zum Abschluss der Zwölften


In manchen Ländern ist erst jetzt die Zeit der Geschenke. In Teilen Italiens zum Beispiel kommt die Befana - eine Lichtgestalt, die Percht. Sie beschenkt die Kinder am 6. Jänner - oder bestraft jene, die sich nicht entsprechend den Regeln verhielten. Befana ist das umgangssprachliche Wort von Epiphania. Ja und in Russland ist jetzt erst Weihnachten - Väterchen Frost kommt mit seiner Enkelin Schneeflöckchen und bringt Geschenke. In Serbien wird auch um den 6./7. Jänner Weihnachten gefeiert.


Jetzt fängt eine Zeit an, die eine gewisse Aufbruchstimmung spüren lässt. Unterschwellig zwar noch, aber eindeutig. Nach dem Motto: So, und was jetzt? Üblicherweise kommen jetzt erst die richtigen Frostnächte. Die Zeit der Eiskristalle und -zapfen, alles wird einem Prüfungsprozess unterzogen. Wer überlebt erfährt spätestens zu Lichtmess Anfang Februar eine Wiederbelebung. Wer diesen Energien von Saturn und Steinbock nichts entgegen zu setzen hat, darf in das Hollenreich eintreten und dort ruhen, bis es Zeit für eine neue Runde ist.


Schneekristalle aus einem vergangenen Jänner


Gnadenlose Auswahl?


Mit Gnadenlosigkeit hat dieses scheinbar so harte Auswahlverfahren nichts zu tun. Es ist vielmehr eine Notwendigkeit: wenn schwache und kranke Tiere und Pflanzen in dieser Zeit sterben, bleibt mehr für die Überlebenden. Sowohl in der Tierwelt erleichtert der Tod der einen das Überleben der anderen, indem die Kadaver als Nahrungsquelle dienen. Als auch in der Pflanzenwelt, wenn im Frühling die Mikroorganismen die Überreste als Nährboden für neues Leben bereiten.


Es ist ein ewiger Kreislauf - im Großen und auch im Kleinen. Möchtest du mehr Einblicke in die natürlichen Abläufe des Jahreskreises mit seinen Wendepunkten, Festen, Kräutern und Mythen erhalten? Ja? Dann melde dich doch sehr gerne für meinen gratis Online-Schnupperkurs "Im Jahreskreis zu deiner Hausapotheke". am 7.2.2023 an! Ich freu mich auf dich.




Räuchern und orakeln - die 6 letzten Nächte im Reigen der Zwölf


Weiter geht es mit der siebten Rauhnacht. Ich muss zu geben, die Silvesternacht gestaltet sich jedes Jahr als kleine Herausforderung. Und doch finde ich immer so zwischen 21.30 Uhr und 23.00 Uhr etwas Zeit für mein kleines Ritual. Um ehrlich zu sein, oft ist es eine Art "Schmalspurversion". Aber immerhin - und außerdem es ist ja in dieser Nacht nicht immer soviel Zeit zum Träumen.


Wer sich nun wundert, dass ich zu Silvester die 7. Rauhnacht habe und den vorigen Blogbeitrag nicht gelesen hat: ich fange mit dem Orakelnächten immer erst in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember an. Die Nacht auf den 25. nutze ich speziell, um den Segen der Ahnen für meine Familie und mein Heim zu erbitten.


Die siebte Rauhnacht soll den Juli repräsentieren: Das Thema war "Gesellschaft" also Freunde, Feiern und das Miteinander. Ich könnte folgende Räuchermischung verwendet haben: Zirbenpech, Eisenkraut, Minze, Lavendel, Schafgarbe. Die - für mich zum Juli passende Tarotkarte: Vier der Kelche. Da darf ich dann wohl noch etwas an mir arbeiten - schmollen ist mir eigentlich zu langweilig.

Das Wetter war die ganze Nacht klar und eher warm. Der Juli, also der Heumond, sollte sein, wie er sein soll.


Die achte Rauhnacht gilt dem August, dem Erntemond: Mond der ersten Kornernte, des Frauendreißigers. Das Jahreskreisfest Lughnasad - das Schnitterinnenfest findet am Augustvollmond statt. Eine ganz besondere Zeit beginnt.


Mein Thema: "Fülle". Ich darf aus dem Vollen schöpfen. Es ist genug für uns alle da - Neid und Missgunst sind sinnlos. Die heutige Tarotkarte: Fünf der Stäbe.

Eine mögliche Räuchermischung könnte gewesen sein: Rosmarin, Zitronenmelisse, Kornblume Thymian, Rose und Ringelblume.


Die neunte Rauhnacht ist dem September gewidmet, dem Hebstmond - Mond des Erntedankes. Die Herbsttagundnachtgleiche findet im September statt.

Mein Thema an diesem Tag war "Intuition" - ich darf auf mein Bauchgefühl vertrauen.


Das Traumtagebuch hat heute den vierten Eintrag bekommen. Ich finde, ein guter Schnitt, dafür dass ich meine Träume nur einmal im Jahr aufschreibe. Vielleicht sollte ich das öfters machen - mit Übung kann man sich öfters an seine Träume erinnern.

Die Tarotkarte in dieser Nacht war der Ritter der Stäbe - endlich wieder richtig Power!


Was ich verräuchert haben könnte? Johanniskraut, Alantwurzel, Tonkabohne, Eisenkraut, Copal.


Die zehnte Rauhnacht gebührt dem Oktober - Helmond, Mond des Abscheides - die Sonne geht in das Reich der Hel. Die Drei der Münzen tauchten im Rauch auf. Das Tagesthema war - wie könnte es anders ein - "Ernte" - was will ich im Herbst ernten? Was muss ich im Frühjahr schon angehen, damit ich im Herbst zufrieden zurückblicken kann? Mein Online-Kräuterkurs fällt mir da ganz spontan ein! Damit das Vorhaben gelingt, kommt in diese Räucherung: Meisterwurz, Eisenkraut, Holunderbeeren, Copal, Zimt.


Die elfte Rauhnacht gehört dem November - Nebelmond, Mond des Ahnengedenkens. Die Gedanken werden tiefgründig: was ist der Sinn in meinem Leben? Wovon darf ich mich verabschieden? Samhain - das Totenfest fällt auf den 11. Vollmond des Jahres. Wieder ein Traum für das Tagebuch. Das Tagesthema ist "Beenden". Für diese Nacht habe ich Zehn der Schwerter aus dem Tarot gezogen. Wie passend - da darf wohl wirklich etwas zu Ende gehen.

Die mögliche Mischung für diese Nacht: Fichtenpech, Wacholder, Beifuß, Schafgarbe, Holundermark


Die zwölfte Rauhnacht stellt den Dezember dar - Weihemond, Mond der geweihten Nächte. Die Wintersonnenwende fällt in diesen Monat - die dunkelsten Tage und die längsten Nachte herrschen jetzt. "Weisheit" - mit diesem Thema darf ich mich heute beschäftigen. Was bedeutet für mich, weise zu sein? Bin ich weise? Jeder Mensch ist auf seine Art Weise - ob Narr oder Gelehrter. Für den Dezember - meinen Geburtsmond - ziehe ich Neun der Münzen. Was für ein Jahresabschluss und Geburtstagsgeschenk! DANKE.


Was ich in dieser Nacht verräuchere? Vielleicht Wacholder, Zimt, Lavendel, Tannenharz, Beifuß, Ysop


Neun der Münzen aus meinem neuen Tarotdeck

Das Ende der Rauhnächte


Die drei Weisen aus dem Morgenland segnen den Lichtbringer. Die wilde Jagd ist vorüber. Frau Holle hat die Herzen gewogen und das Schicksal verteilt - sie zeigt nun deutlich, wie es weiter geht. Die Fleißigen, die anderen viel Gutes getan haben werden belohnt, Taugenichtse zur Umkehr bewogen.


Sternsinger ziehen durch´s Land. Eine Wünschelrute am Dreikönigstag geschnitten und einem der drei Weisen geweiht ist unfehlbar. Die Tagesqualität wird viel heller, es geht "aussi zua".



Wenn du jetzt denkst...


...dass es schade ist, dass die Rauhnächte vorbei sind, dann gräme dich nicht: sie kommen schon heuer wieder!



Du siehst...


...nichts ist so schlimm, wie es zu sein scheint. Die Natur bietet uns immer wieder die Gelegenheit, neu an zu fangen. Es ist nie zu spät, in die Welt der Kräuter ein zu tauchen, sich mit den Geheimnissen des Jahreskreises zu befassen. Es ist immer Zeit, die mystischen Wendepunkte im Jahr kennen zu lernen und die Natur mit all ihren Wundern zu erkunden.


Wenn du magst, entführe ich dich in die heimische Kräuterwelt, erkläre dir die zauberhaften Geheimnisse der besonderen Zeiten im Jahr und am Ende wirst du staunen: du kannst ganz eigenständig deine eigene Hausapotheke zusammenstellen. Du lebst wie selbstverständlich im Rhythmus der Jahreskreisfeste, lebst gesund und erfreust dich an den kleinen und großen Geschenken der Natur.


Nutze die Gelegenheit: Melde dich für das gratis Live-Training am 7.2.2023 an! Das ist ein Schnupper-Vortrag für meinen Jahres-Onlinekurs in dem ich dich durch die Jahreskreisfeste begleite und du am Ende über eine gut bestückte Heilkräuterapotheke verfügst und dir und deiner Familie bei allen möglichen Wehwehchen helfen kannst.




Auja und es ist immer noch Schnupfen-Zeit! Hier erhältst du 12 Rezepte, die dir in dieser lästigen Zeit Linderung verschaffen werden.



Der Himmel feiert sein eigenes Feuerwerk


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